Im Konjunktiv und in der Ich-Perspektive verfasst, zieht sich ein Satz stellenweise entlang der Wände durch den Raum. Der Satz beschreibt die Möglichkeit eines Textes und fungiert zugleich als dessen Platzhalter – in diesem Sinne spricht er von einem Text, der an seiner Stelle stehen könnte.

   Die einzelnen Passagen benennen mögliche Eigenschaften und Bewegungen eines Textes: einen möglichen Beginn, Momente des Nachdenkens, der Unterbrechung, der Unverständlichkeit und der Fortsetzung. Der Text reflektiert seine eigenen Bedingungen sowie die Parameter von Textualität.

   Der Satz erschließt sich durch Bewegung im Raum, wodurch der Text eine räumliche Dimension erhält und der Raum sowohl formal als auch inhaltlich integriert wird – das Betreten des Raums wird  zu einer Begegnung mit dem Text. Die Arbeit versteht sich als Versuch, Sprache räumlich zu denken – als Text, der nicht nur gelesen, sondern räumlich erfahren wird.


    Die Arbeit wurde im Rahmen unserer Einzelausstellung Die Anmut des Augenblicks, die von Nicole Tatschl kuratiert wurde, im März 2026 im Kunstverein Eisenstadt präsentiert.